ÜBER Mexico Tenejapa
Dieser Kaffee stammt aus den nebelverhangenen Hochlagen von Tenejapa im zentralen Hochland von Chiapas im Süden Mexikos. In dieser Region wachsen die Kaffeepflanzen geschützt unter einem dichten Blätterdach und die Kaffeekirschen reifen langsam in dem kühlen, feuchten Klima der Berge. Diese längere Reifezeit ermöglicht eine bessere Entwicklung von Zuckern und Aromastoffen, was zu komplexeren und ausgewogeneren Tassenprofilen führt. Die Kombination aus vulkanischen Böden, reichlich Schatten und Höhenlagen bis 1.350 m schafft ideale Bedingungen für komplexe und ausgewogene Kaffees.
Produziert wird dieser Kaffee von kleinen Familienbetrieben der Tzeltal, einer indigenen Maya-Bevölkerungsgruppe in Chiapas. Ihre Anbaumethoden basieren auf überliefertem Wissen, das seit Generationen weitergegeben wird und gründet auf tiefem Respekt vor und im Einklang mit der Natur selbst. Die Tzeltal bauen ihre Kaffees im kleinbäuerlichen Agroforst – einem Mix aus Schattenbäumen und Nutzpflanzen wie Mais, Bohnen und Obstbäumen, an. Diese Art des nachhaltigen Anbaus fördert nicht nur den Kaffeeanbau, sondern auch gesunde Böden, Bestäuber und die langfristige Fruchtbarkeit des Landes. Dünger und Pflanzenschutzmittel werden selbst hergestellt - Kompost aus Laub und Pflanzenresten, natürliche Schädlingsabwehr mit Mixes aus Chili und Limette. So entsteht eine Landwirtschaft, die im Rhythmus der Natur arbeitet – mit Sorgfalt, Erfahrung und großem Respekt vor dem Ökosystem, von dem die Familien leben.
Auf kleinen Parzellen mit weniger als 2 Hektar wachsen verschiedene Kaffee-Varietäten, darunter traditionelle Typica-Selektionen, Caturra, Marsellesa und Costa Rica 95. Diese Vielfalt trägt zur Widerstandsfähigkeit der Pflanzen und zu einer differenzierten Aromatik im fertigen Kaffee bei. Die reifen Kaffeekischen werden selektiv von Hand gepflückt und direkt auf den Farmen aufbereitet. Jede Familie verarbeitet ihre geernteten Kaffeekirschen selbst – vom Entpulpen über Fermentation und Waschen bis zum getrockneten Pergamentkaffee, der anschließend zur lokalen Sammelstelle oder Mühle geliefert wird.
Für diesen washed Prozess werden die Kirschen entpulpt und anschließend 24–36 Stunden fermentiert, bevor der Kaffee gewaschen und 8–12 Tage auf Dächern, Netzen oder Holzgestellen in der Sonne getrocknet wird. Da die einzelnen Lots in kleinen, handwerklich betreuten Chargen entstehen, unterscheiden sich die Profile von Farm zu Farm leicht. Diese natürliche Vielfalt bringt oft zusätzliche Komplexität und Tiefe in den Kaffee – ein charaktervoller Kaffee, der die Arbeit und das Terroir der Produzenten direkt widerspiegelt.